Wissenschaft im Kraftwerk: Masterarbeit liefert wichtige Daten

Schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus deutschen Kernkraftwerken sollen im Bundesendlager Schacht Konrad gelagert werden, das allerdings erst ab 2027 zur Verfügung steht. Bis dahin werden diese Abfälle in den Kernkraftwerken in Stahlfässern aufbewahrt. Durch sukzessive Verschiebungen der Fertigstellung von Schacht Konrad und der benötigten 40 Jahre zur Beschickung des Lagers ist die tatsächliche Lagerdauer vieler Fässer deutlich größer als zunächst angenommen. Bei ihrer Konstruktion und Befüllung sind sie nicht darauf ausgelegt worden und möglicherweise durch Korrosion gefährdet.

Für ihre Masterarbeit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) untersuchte Viktoria Kirchbaum im Kernkraftwerk Brunsbüttel die Korrosion an Stahlfässern, die für die Lagerung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle verwendet werden. Ihre Arbeit ist relevant für die mobile Inspektionsanlage EMOS, die das KIT zurzeit entwickelt, um die Integrität eines Fasses zu gewährleisten. Viktoria Kirchbaum sollte EMOS mit den grundlegenden Informationen zur Korrosion an Fassgebinden versorgen. Dafür untersuchte sie häufig auftretende Korrosionsarten und betroffene Stellen an Fassgebinden, bewertete auftretende Schäden und Möglichkeiten zur frühzeitigen Detektion von Innenkorrosion.

 

„Für die tatkräftige Unterstützung danke ich Vattenfall und insbesondere Herrn Dr. Frank Hüttner, der sich Zeit für mich genommen und mit bei Fragen mit seinem Sachverstand zur Verfügung gestanden hat. Durch seine Erfahrung bei der erfolgreichen Bergung der Kavernenfässer konnte er viele relevante Informationen beisteuern, die so in der Wissenschaft nicht simuliert werden können. Nur durch transparentes Verhalten und einen offenen Informationsaustausch können wir in dieser Thematik voneinander lernen, um für die Zukunft die richtigen Entscheidungen zu treffen. Diese Grundsätze werden von Vattenfall offensichtlich gelebt. Vielen Dank dafür!“