Nachbetrieb – Vorbereitung des Abbaus nuklearer Anlagenteile

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Foto: Deutsches Atomforum

Mit der endgültigen Einstellung des Leistungsbetriebs des Kernkraftwerks beginnt die Nachbetriebsphase bei weiterhin gültiger Betriebsgenehmigung. Die Stilllegung erfordert gesonderte Genehmigungen. Deren Grundlage ist eine sorgfältige Stilllegungsplanung durch den Betreiber. Dazu werden die Anlagenteile im Kontrollbereich und ihr radioaktives Inventar erfasst, die Abfolge des Abbaus geplant und über die einzusetzenden Techniken für Dekontamination und Zerlegung der Anlagenteile entschieden.

Zur Stilllegungsplanung gehört auch die Erstellung des Konzepts für die Behandlung und Verpackung der radioaktiven Abfälle. In der Nachbetriebsphase sind lediglich Maßnahmen zulässig, die durch die Betriebsgenehmigung abgedeckt sind. Zum Beispiel können die Brennelemente aus dem Reaktor entladen und nach ggf. erforderlicher Abklingzeit im Brennelementlagerbecken in das Zwischenlager am Standort gebracht werden. Anlagenteile können abgebaut und der Rückbau der Anlage kann vorbereitet werden. Des Weiteren können nukleare Systeme dekontaminiert, d. h. Oberflächen von anhaftenden radioaktiven Partikeln gereinigt werden.

Der Rückbau selbst kann erst nach Erteilung der Stilllegungsgenehmigung beginnen. Der Zeitraum, auf den sich die Stilllegungsgenehmigung erstreckt, wird als Restbetriebsphase bezeichnet. Sie endet mit der Entlassung der Anlage aus dem Atomgesetz.

Was genau bedeutet Rückbau eines Kernkraftwerks?

Der Abbau beginnt mit Erhalt der ersten Stilllegungs- und Abbaugenehmigung. Äußerlich richtig sichtbar wird dieser am Kernkraftwerk selber erst nach Entlassung aus der atomrechtlichen Überwachung und dem Beginn des Abbruchs der restlichen Gebäudestruktur.