Kavernen 1 und 3 im Kraftwerk Brunsbüttel erfolgreich geleert

Handhabungskonzept hat sich bewährt

Vattenfall hat am 05.09.2017 die letzten 3 Fässer aus den Kavernen 1 und 3 im Kraftwerk Brunsbüttel entnommen. Im Anschluss wurden die Kavernengitter ausgebaut, die Kavernen gereinigt, das Bauwerk durch einen Sachverständigen überprüft und zum Abschluss dann die Kavernen wieder verschlossen. Die Arbeiten konnten am 28.09.2017 erfolgreich beendet werden.

„In den Kavernen 1 und 3 wurden Fässer aufbewahrt, die teilweise aus den 80’er Jahren stammen. Durch die sorgfältige Inspektion der Fässer mittels Kamera hatten wir gute Informationen über den Zustand der Fässer und konnten so ein entsprechendes Handhabungskonzept entwerfen“, betont Pieter Wasmuth, Geschäftsführer der Kernkraftsparte von Vattenfall. „Dieses Konzept hat sich sehr gut bewährt: Auf Besonderheiten und schwerere Schäden konnten wir frühzeitig reagieren und bei einzelnen Fässern sog. Einzelfallbetrachtungen vornehmen und in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde und den Sachverständigen individuelle Handhabungen entwickeln. Insbesondere der speziell entwickelte Umfanggreifer hat sich bewährt“, so Wasmuth weiter.

Seit dem 14.11.2016 waren insgesamt 194 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen gehoben und in Überfässer eingestellt worden. Alle Fässer wurden endlagergerecht konditioniert, also in speziell dafür vorgesehene Container umverpackt. Bis zum Abtransport ins bundesweite Endlager Schacht Konrad (Foto) werden die Container am Standort KKB in den Transportbereitstellungshallen aufbewahrt bzw. später ins Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle (LasmA) verbracht.

Insgesamt wurden 12 Endlagercontainer mit Verdampferkonzentrat-Fässern beladen. Ein Endlagercontainer wurde voll und einer teilweise mit Filterkonzentrat befüllt.

Die Kavernen 1 bis 4 sind damit nun geleert. Als nächsten Schritt wird Vattenfall die Leerung der Kaverne 6 mit mehr als 200 Fässer beginnen. Die Kaverne 5 enthält nur noch Komponenten aus der Zeit des Reaktorbetriebs.

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Kraftwerksleiter Knut Frisch in den Ruhestand verabschiedet

Knut Frisch, der Leiter des Kernkraftwerks Brunsbüttel, wird heute (30.06.2017) nach insgesamt 38 Jahren im Unternehmen in den Ruhestand treten. „Für das Kraftwerk Brunsbüttel geht eine Ära zu Ende“, betonte Pieter Wasmuth, Geschäftsführer der Kernkraftsparte von Vattenfall. „Knut Frisch steht wie kein zweiter für Brunsbüttel und für diesen Standort und wir schulden ihm großen Dank. Er hat sich mit großem Verantwortungsbewusstsein, Engagement und Fürsorge für das Kraftwerk und seine Mitarbeiter eingesetzt und auch in stürmischen Zeiten den Kontakt zu den Nachbarn und Anwohnern aufrecht erhalten.“

Der gebürtige Kieler studierte von 1972 bis 1975 Schiffsbetriebstechnik an der Fachhochschule Flensburg und arbeitete danach als Schiffsingenieur. Über eine Zusatzausbildung auf dem Nuklearschiff „Otto Hahn“ kam er zur Kerntechnik. Knut Frisch hat 1979 im Kernkraftwerk Brunsbüttel als Schichtleiter begonnen und hat nach mehreren Stationen als Teil- und Fachbereichsleiter der Revisionsplanung im Jahr 2009 die Leitung von Brunsbüttel übernommen. Besonders gerne erinnert er sich an die Zeit in der Revisionsplanung, die ihn unter anderem für mehrere Wochen in das japanische Kernkraftwerk Onagawa sowie nach Olkiluoto in Finnland und Forsmark in Schweden führte. „Bei allen Anlagen handelte es sich um Siedewasserreaktoren, aber die Unterschiede hinsichtlich der Organisation und der Kultur waren für mich damals sehr lehrreich – gleiche Aufgaben, viele Wege“.

Dem Segelsport blieb er immer verbunden. Eine ehrenamtliche Tätigkeit im Verein Clipper Deutsches Jugendwerk zur See e.V. (DJS) führte ihn bis zum Vorstand des Vereins. Der DJS ermöglicht segelinteressierten Jugendlichen ab 16 Jahren das Leben an Bord traditioneller Segelschiffe und bringt die damit verbundenen Aufgaben und Verantwortungen näher. 1998 wurde er zum Vorsitzenden der Prüfungskommission für die fachliche Beurteilung der Befähigung von Schiffern und Maschinisten durch die Wasser und Schifffahrtsdirektion-Nord (BVM) berufen.

Knut Frisch übergibt das Kraftwerk und die weiteren Aufgaben des Rückbaus an Markus Willicks, der bislang im Kernkraftwerk Krümmel als Fachbereichsleiter Maschinentechnik tätig war sowie bereits Projekte für die Anlage Brunsbüttel betreute.

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Genehmigungsverfahren zum Standort-Zwischenlager

12.04.2017

Das auf dem Gelände des Kernkraftwerks Brunsbüttel betriebene Standort-Zwischenlager für Kernbrennstoffe (SZBB) verfügt aufgrund eines Beschlusses des Bundesverwaltungsgerichts aus 2015 derzeit nicht über die grundsätzlich notwendige Aufbewahrungsgenehmigung. Aktuelle rechtliche Grundlage für den Betrieb ist eine bis zum Januar 2018 befristete aufsichtliche Anordnung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) des Landes Schleswig-Holstein. Die Betreibergesellschaft des KKW hat deshalb 2015 erneut eine Genehmigung bei der zuständigen Behörde, dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beantragt. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens hat u.a. eine Umweltverträglichkeitsprüfung und die Beteiligung der betroffenen Öffentlichkeit durch Ermöglichung der Einsichtnahme in die relevanten Unterlagen stattgefunden. Weitere Verfahrensschritte sind u.a. ein Erörterungstermin zu eventuellen Einwendungen.

Die Unterlagen, die zur Einsichtnahme veröffentlicht wurden, sind im Download-Bereich verfügbar. Eine detaillierte Darstellung des Genehmigungsverfahrens findet sich auf der Website des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit BfE: www.bfe.bund.de.

Die Bundespolizeiakademie zu Besuch in Brunsbüttel

10.04.2017

Im Rahmen der Aus- und Fortbildung besuchte am 04. April die Bundespolizeiakademie Lübeck den Kraftwerksstandort Brunsbüttel. Zur Schulung der erforderlichen Abstands- und Aufenthaltssicherheit hatte der Führungskräftekurs die Möglichkeit, an beladenen Castoren im Standortzwischenlager Brunsbüttel eine Messübung mit eigenen Messgeräten durchzuführen. Das Gruppenbild entstand im Empfangsbereich des Zwischenlagers an einem unbeladenen Castor.

„Für uns als Kraftwerksbetreiber ist die enge Zusammenarbeit mit der Polizei wichtig“, sagte Kraftwerksleiter Knut Frisch. „Wir unterstützen daher gerne die Ausbildung öffentlicher Stellen im Bereich Strahlenschutz.“

 

Gefiederter Nachwuchs in Brunsbüttel: Wanderfalken-Pärchen brütet derzeit vier Eier aus

04.04.2017

Im Nistkasten des Kraftwerks kommen seit über 20 Jahren Wanderfalken zur Welt

Ihre Art war fast ausgestorben, jetzt hat sich die Population der Wanderfalken in Schleswig-Holstein langsam wieder erholt: Im Kernkraftwerk Brunsbüttel brütet derzeit ein Vogel-Pärchen in einem Nistkasten am Schornstein 60 Meter über dem Boden insgesamt vier Eier aus. Mitte März wurde das erste Ei entdeckt, fünf Wochen später könne man dann mit dem frisch geschlüpften Nachwuchs rechnen, so Olaf Hiel vom Kraftwerk Brunsbüttel.

Im Nistkasten von Brunsbüttel, den Vattenfall in Zusammenarbeit mit Naturschützern im Jahr 1993 errichtet hat, brüten seit mehr als 20 Jahren Wanderfalken ihren Nachwuchs aus. „Seit sechs Jahren hat sich dabei dauerhaft ein Falkenpaar am Kraftwerk eingenistet“, berichtet Hiel. Dort findet es für seine Art ideale Lebensbedingungen: Hoch über der Erde geschützt, schnappen die Wanderfalken im Sturzflug über dem anliegenden Gewässer nach kleinen und mittleren Vögeln – eine gelungene Kooperation zwischen Industrie und Natur.

Erfahren Sie mehr über die Geschichte der Wanderfalken im Kernkraftwerk Brunsbüttel hier.

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Endlagersuchgesetz

28.03.2017

Mit dem Endlagersuchgesetz, auch Standortauswahlgesetz, hat der Gesetzgeber im Juni 2013 einen Fahrplan für die Suche nach einem Endlager geschaffen. Das Ziel ist der bestmögliche Standort für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle. Dabei ist dauerhafte Sicherheit für Menschen, Umwelt und Natur das oberste Gebot. Der Suchprozess soll demokratisch legitimiert sein, transparent und nachvollziehbar, unter breiter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die Standortsuche wird ergebnisoffen sein, auf der Basis fachlich begründeter Kriterien ohne Vorfestlegungen („weiße Landkarte“). Im ersten Schritt hat eine pluralistisch besetzte Endlagersuchkommission Kriterien für die Endlagersuche entwickelt und diese Ende 2016 dem Bundestag vorgelegt. Nach dessen Zustimmung passierte das Gesetz Ende März 2017 auch den Bundesrat. Bis 2031 soll ein Standort gefunden sein, der Betrieb des Endlagers ist ab 2050 geplant.

Link zum Gesetzestext: www.gesetze-im-internet.de/standag/index.html

Kommunikatorentreff 2017 im Kernkraftwerk Krümmel

Einmal im Jahr kommen die Verantwortlichen für die Öffentlichkeitsarbeit verschiedenster Institutionen zusammen, um über Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit zu sprechen, die Herausforderungen des Rückbaus von Kernkraftwerken und neue Themen im Rahmen der Energiewende zu diskutieren.

Am 14. und 15. März 2017 trafen sich dazu mehr als 30  Teilnehmer zum diesjährigen Kommunikatorentreff im Schulungs- und Kommunikationszentrum am Kernkraftwerk Krümmel.


Teilnehmer während der Begrüßung

30 Teilnehmer von z.B. GNS, PreussenElektra, KHG GmbH, Vattenfall, Asse, Polizei Hamburg, Uni Hannover u.a. hatten zugesagt und bekamen als Rahmen-Information interessante Vorträge präsentiert :

• Status Windenergie- Energiewende lohnt sich das? – Dr. Kammer, Vattenfall
• Die Strahlenexposion der Bevölkerung durch den Rückbau der Kernkraftwerke – Dr. Dischinger, Norddeutsches Seminar für Strahlenschutz
• Endlagerung – wie geht es weiter? – Dr. Brammer, Gesellschaft für Nuklear Service mbH
• Aufgaben und Ausrüstung des kerntechnischen Hilfsdienstes – Dr. Gustmann, Kerntechnische Hilfsdienst GmbH
Neben den Vorträgen blieb ausreichend Zeit, um Erfahrungen auszutauschen oder zu speziellen Themen eine gemeinsame Vorgehensweise abzustimmen, bzw. sich darüber auszutauschen.

Zum letzten Mal bei der Veranstaltung dabei war Jürgen Auer / GNS, der lange Zeit direkter Ansprechpartner im Informationshaus Gorleben war, ein echtes Urgestein in der Branche. Herr Auer wurde von den Teilnehmern in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet.

  

links: Teilnehmer vor dem KKK; rechts: Vattenfall verabschiedet Jürgen Auer

 

"25541" – eine Postleitzahl macht Karriere

19.01.2017

Christoph Weiherer, ein Liedermacher aus Bayern, der mit „25541“ nicht nur sich selbst sondern auch die Postleitzahl von Brunsbüttel bundesweit bekannt gemacht hat, ist überzeugter Gegner der Kernenergie. Was Vattenfall nicht davon abgehalten hat, ihn ins Kraftwerk einzuladen, um sich einen persönlichen Eindruck von der Kernkraft zu verschaffen – für „den Weiherer“ erstmalig und äußerst beeindruckend.

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Kavernen 2 und 4 in Brunsbüttel geräumt

04.10.2016

Handhabungskonzept bewährt sich

Vattenfall hat die Leerung der Kavernen 2 und 4 im Kraftwerk Brunsbüttel, die am 29.02.2016 begonnen worden war, kürzlich abgeschlossen: Alle 188 Fässer wurden aus den Kavernen gehoben, die Kavernengitter entfernt und der Kavernenboden gereinigt (siehe Foto 1). 97 Fässer mit Filterharzen wurden über einen Kran zur Pulverharz-Umsaug-Anlage gebracht, wo ihr Inhalt in endlagerfähige Container umgesaugt wurde. 91 Fässer mit Verdampferkonzentrat wurden in Überfässer eingestellt, nachgetrocknet und anschließend temporär ins Fasslager oder direkt in endlagerfähige Container (siehe Foto 2) eingestellt.

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„Wir haben während der Arbeiten festgestellt, dass sich unser Handhabungskonzept auch in anspruchsvollen Fällen bewährt hat – so wie vorgesehen“, betont Pieter Wasmuth, Geschäftsführer der Kernkraftsparte von Vattenfall. Ein Fass hat sich beim Einstellen ins Überfass verkantet und beim wiederholten Heben und Senken riss der Fassmantel ein. Teile des Fassmantels haben sich dabei gelöst, jedoch komplett innerhalb des Überfasses, das damit wie beabsichtigt als zuverlässiger Schutz funktionierte.

„Bei einem weiteren Fass war der Deckel lose und das Fass konnte nur mit dem Bodengreifer angehoben werden. Das war Millimeterarbeit, aber gerade hier haben sich die von uns entwickelten Greifer bestens bewährt“, so Wasmuth weiter. Alle Arbeiten fanden in einer lüftungstechnischen Einhausung statt und es wurden kontinuierlich radiologische Messungen durchgeführt. Es gab keine Freisetzung von Radioaktivität.

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Voraussichtlich Ende Oktober soll die Leerung der Kavernen 1 und 3 begonnen werden. Die Arbeiten in diesen Kavernen mit insgesamt 194 Fässern sind bis Ende des Jahres 2017 geplant.

Vattenfall hatte im vergangenen Jahr für die Handhabung der Fässer verschiedene Greifvorrichtungen entwickelt: Fässer ohne oder mit geringfügigen Auffälligkeiten werden am Deckel gehandhabt. Fässer mit mittelschweren oder starken Auffälligkeiten werden über den Deckel-Boden-Greifer gehandhabt.

Die Kavernen und die Fässer waren konzeptionell zunächst nicht für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen, sondern die Fässer sollten gemäß gesetzlicher Regelung nach Schacht Konrad als bundesweitem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden. Ursprünglich sollte Schacht Konrad Mitte bis Ende der 90’er Jahre fertiggestellt werden. Wegen seiner Nichtverfügbarkeit wurden die Fässer in den Kavernen des Kraftwerks abgestellt. Zuletzt waren die Jahre 2014 bzw. 2019 als Fertigstellungstermine für Schacht Konrad genannt wurden, aktuell rechnet das Bundesumweltministerium mit einer Inbetriebnahme zwischen 2022 und 2025.

Alle Arbeiten erfolgten nach vorheriger Abstimmung mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde und in Beisein von Sachverständigen.

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Brunsbütteler Bürgermeister übernimmt Vorsitz in der ASKETA

29.06.2016

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Bürgermeister Stefan Mohrdiek

ASKETA – so heißt die Diskussionsplattform zwischen Bürgermeistern der Kommunen mit kerntechnischen Anlagen. Anfang des Jahres 2016 übernahm Stefan Mohrdieck, Bürgermeister der Stadt Brunsbüttel, den Vorsitz und ist seither das Sprachrohr für Politik und Medien der 15 Gemeinden mit Kernkraftwerken.

„Im Detail sind die Anforderungen an die Kommunen unterschiedlich. Aber die großen Fragen betreffen alle Standortgemeinden gleichermaßen“, sagt Mohrdieck. Die großen Fragen, das sind fünf Jahre nach dem beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie vor allem die Endlagersuche für Abfälle aus kerntechnischen Anlagen und dessen Akzeptanz in der Bevölkerung, aber auch die Frage, wie die Kernkraftwerksgemeinden den Wegfall der Arbeitsplätze und der Steueraufkommen kompensieren können.

„Wir haben die Sorge, bei der Endlagerfrage von der Politik vergessen zu werden“, sagt Mohrdieck. Seiner Meinung zufolge würden die Gemeinden bei der Endlagersuche übergangen und spielten bei der Entscheidung keine Rolle. Die ASKETA-Bürgermeister befürchten, dass sich die Standort-Zwischenlager in ihrer Heimat als Ersatz-Endlager entpuppen.

Aus diesem Grund fordern die ASKETA-Gemeinden Sitz und Stimme in den Gremien, die sich mit der Endlagerentscheidung befassen. „In der Endlagerkommission haben wir uns immerhin das Besuchsrecht erkämpft. Mitentscheiden dürfen wir aber trotzdem nicht“, sagt der Bürgermeister. Dabei hätten gerade sie über Jahre umfassende Erfahrung mit gegensätzlichen Meinungen zum Thema Kernkraft und Fragen der Bürgerbeteiligung gesammelt.

Mohrdieck berichtet von einem Treffen der Standortgemeinden der Kernenergie auf europäischer Ebene, dem GMF. Dort ist ASKETA Mitglied. „Bei den GMF-Treffen wird einem bewusst, wie unterschiedlich das Thema Kernenergie in Europa gehandhabt wird“, sagt der Bürgermeister von Brunsbüttel. Nicht selten fragten ihn Kollegen immer wieder, warum ausgerechnet Deutschland, das über die sichersten Kernkraftwerke in Europa verfüge, den Ausstieg aus der Kernenergie anstrebe. „Ganz logisch ist das nicht“, sagt Mohrdieck. Aber ändern könne er das auch nicht.

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ASKETA-Vorstand: (von links nach rechts) Bgm. Felix Kusicka (Gemeinde Biblis), Bgm. Stefan Mohrdiek (Stadt Brunsbüttel), Bgm. Josef Klaus (Gemeinde Niederaichbach)

Jugend informiert sich im Dialog – der Kernenergie Campus

02.06.2016

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Links: Die Herstellung und den Einsatz von „Brennelementen“ für Kernkraftwerke erklärt Dr. Markus Schlenker (AREVA GmbH)
Rechts: Prof. Dr. Mester (Klinik für Nuklearmedizin, UKE Hamburg) zu neuen Verfahren zur Tumorbehandlung mit radioaktiven Molekülen

Am 11. Mai 2016 fand im Rahmen der Jahrestagung Kerntechnik der jährliche Kernenergie-Campus in Hamburg statt. Dabei wurde Schülern und Studierenden die Gelegenheit gegeben, sich über das spannende Feld von Kernenergie und Strahlenschutz zu informieren sowie mit Vertretern der Jungen Generation der Kerntechnischen Gesellschaft (KtG) (www.junge-generation.org) zu diskutieren. Die lebendige Veranstaltung beschrieb mit Vorträgen, Infoständen und einer interaktiven Ausstellung die unterschiedlichen Aspekte der Kerntechnik.

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Links: Burghard Rosen (Gesellschaft für Nuklearservice mbH) stellt den „Weg vom Kraftwerk ins Endlager
Rechts: Welche Aufgaben hat ein Kernkraftwerk im Stromnetz? Antworten von Carsten George (RWE Power AG)

Rund 90 Schüler und Studierende aus Berlin und Schleswig-Holstein, sowie Studierende aus Clausthal und Dresden, haben in diesem Jahr die Gelegenheit genutzt sich an den Ständen zu den Themen: „Brennelementherstellung“, „Aufgaben der Kernkraftwerke im Stromnetz“, „Rückbau von Kernkraftwerken“, „Sichere Entsorgung – vom Kernkraftwerk zum Endlager“, „Radioaktivität und Strahlenschutz“ sowie „Fortschrittliche Reaktorkonzepte“ zu informieren. Neu war in diesem Jahr die Einbindung des Themas „Nuklearmedizin“.

In einer Diskussionsrunde mit den Referenten und Vertretern aus dem Vorstand der Jungen Generation am Ende der Vorträge wurden Fragen zur Zukunft der Kernenergie und Endlagerung im Allgemeinen, zu Betätigungsfeldern in der Kerntechnik, zum Berufseinstieg sowie zu Herausforderungen im Beruf erläutert.

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Der anschließende Besuch auf der Industrieausstellung wurde von den teilnehmenden Schülern und Studierenden genutzt um weitere Kontakte zu Branchenvertretern zu suchen.

Der Vorstand der KtG – Jungen Generation bedankt sich bei allen Teilnehmern und Vortragenden sowie bei den beteiligten Firmen für den spannenden und interessanten Tag.

Vattenfall reicht Konzept für Brennelemente im Kraftwerk Brunsbüttel ein

27.05.2016

Vattenfall hat bei der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) in Kiel, einen Vorschlag zur sicherheitstechnischen Optimierung im Kernkraftwerk Brunsbüttel eingereicht und um dessen Prüfung gebeten. Das am 25.05.2016 eingereichte Konzept sieht vor, die noch im Reaktordruckbehälter vorhandenen Brennelemente auf Basis der bestehenden Betriebsgenehmigung des Kernkraftwerks in die bereits vorhandenen CASTOR-Behälter zu verladen und diese dann an einem geeigneten Ort auf dem Kraftwerksgelände bereitzustellen. Für die Bereitstellung bietet sich vorzugsweise das Gebäude des Standort-Zwischenlagers auf dem Kraftwerksgelände an.

„Wir halten es für sinnvoll, die abgebrannten Brennelemente frühzeitig in die CASTOR-Behälter zu verladen und schon jetzt zur späteren Zwischenlagerung bereitzustellen. Sobald sich eine dauerhafte Aufbewahrungsmöglichkeit ergibt, können dann die Behälter ohne Verzögerung überführt werden“, so Pieter Wasmuth, Geschäftsführer der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH. Eine dauerhafte Aufbewahrung könnte das Standort-Zwischenlager Brunsbüttel – nach Erteilung der Neugenehmigung – sein oder möglicherweise – eine entsprechende Änderungsgenehmigung vorausgesetzt – auch ein anderes Standort-Zwischenlager.

Für das Standort-Zwischenlager Brunsbüttel hat Vattenfall das Genehmigungsverfahren im vergangenen Jahr in die Wege geleitet. Das Genehmigungsverfahren wird durch Verladung der Brennelemente und die Bereitstellung der CASTOR-Behälter nicht behindert.

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Mit Rasensamen und Gießkanne für Minister Dr. Habeck zum Rückbau der Kernkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel

26.05.2016

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Am 12.05.2016 fand die Betriebsversammlung der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH (VE-NE) statt. Als Gast durften wir den Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein Dr. Robert Habeck begrüßen, der in seinem Vertrag Worte des Dankes an die Kolleginnen und Kollegen der VE-NE richtete. Ihr Expertenwissen würde immer wieder die Vorkommnisse und Probleme in den Anlagen lösen und dadurch auch den Minister und die Behörden unterstützen. Als Beispiel nannten u.a. die Handhabung der Fässer in Brunsbüttel, die Technik zum Bergen der Fässer sei vorbildlich entwickelt und umgesetzt worden. Dieses Expertenwissen der Kraftwerksbeschäftigten möchte er auch für den Rückbau der Kernkraftwerke im Einsatz sehen.

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Nicht nur der Minister Dr. Habeck sondern auch die Kommission zur Finanzierung des Kernenergieausstiegs empfehlen, den Rückbau der Kernkraftwerke mit dem jeweiligen Eigenpersonal durchzuführen. In dem Abschlussbericht geht die Kommission explizit auf die Situation der Beschäftigten ein und empfiehlt u.a. die Sicherung der Arbeitsplätze und des zukünftigen beruflichen Status der Beschäftigten durch den Einsatz von eigenem Personal bei Stilllegung, Restbetrieb und Rückbau der Kernkraftwerke. Das entspricht auch der Forderung des Betriebsrates der VE-NE: den Rückbau mit eigenem Personal und in eigener Verantwortung durchzuführen.

Zum Abschied haben wir Herrn Dr. Habeck mit einem kleinen Geschenk verabschiedet, dass unser gemeinsames Ziel – die Kraftwerke zur „grünen Wiese“ zurückzubauen – symbolisieren soll: Rasensamen und Gießkanne.

Das KKB-Dialog-Forum besucht das KKB

11.05.2016

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Am 19. April war das KKB-Dialog-Forum erneut zu Gast im KKW Brunsbüttel. Das KKB-Dialog-Forum setzt sich aus Vertretern der Institutionen zusammen, die vor Ort mit dem Rückbau zu tun haben: Umweltverbände, Bürgervereine, politische Parteien und einige weitere. Gemeinsam möchte man mehr Zeit für Diskussionen haben und tiefer in die Herausforderungen des Rückbaus einsteigen.

Der jetzige Besuch des Kraftwerks diente zur Besichtigung des Kontrollbereichs. Den Teilnehmern sollte die Möglichkeit eröffnet werden, sich vor Ort einen Eindruck von den Themen zu verschaffen, die sonst nur theoretisch diskutiert werden.

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Das Interesse war groß und noch größer die Eindrücke, die gesammelt werden konnten. Alle Beteiligten bedankten sich bei Herrn Frisch, dem Leiter der Anlage, für diesen Termin – denn so lassen sich nun die nächsten Diskussionen mit den Eindrücken verbinden.

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Die ersten zwei Wanderfalken-Küken im Kernkraftwerk Brunsbüttel sind geschlüpft

09.05.2016

Im Nistkasten kommen seit 20 Jahren Wanderfalken zur Welt

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Ihre Art war fast ausgestorben, jetzt erholt sich die Population der Wanderfalken in Schleswig-Holstein langsam wieder. Im Kernkraftwerk Brunsbüttel sind seit dem 08. Mai zwei Küken dazugekommen. In einem Nistkasten am Schornstein 60 Meter über dem Boden brütet ein Vogel-Pärchen fünf Eier aus. „Bevor die Küken flügge werden, werden sie nun gefüttert und müssen wachsen, das bedeutet für die Eltern sehr viel Arbeit“, sagt Vattenfall Mitarbeiter Olaf Hiel. „Bis etwa August bleiben sie im Nest, dann fliegen sie alleine auf die Jagd und suchen im Frühjahr ihr eigenes Nest hoch über der Erde.“

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Im Nistkasten von Brunsbüttel, der Vattenfall in Zusammenarbeit mit Naturschützern im Jahr 1993 errichtet wurden, brüten seit 20 Jahren Wanderfalken ihren Nachwuchs aus. Seit fünf Jahren hat sich dabei dauerhaft ein Paar am Kraftwerk eingenistet. Dort findet es für seine Art ideale Lebensbedingungen: Hoch über der Erde geschützt, schnappen die Wanderfalken im Sturzflug über dem anliegenden Gewässer nach kleinen und mittleren Vögeln. Eine gelungene Kooperation zwischen Industrie und Natur.

In Schleswig-Holstein gibt es den Angaben der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalken zufolge heute 43 Brutpaare, in Hamburg 11 weitere. Die Population der Wanderfalken hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. In den 60er und 70er Jahren waren die Vögel mit dem kräftigen, schwarzen Bartstreif in Deutschland nahezu ausgestorben.

Unternehmen zu gemeinsamer Lösung zur Kernenergiefinanzierung bereit

28.04.2016

KFK-Pläne überfordern jedoch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

Die heute in Berlin von der Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs (KFK) vorgelegten Vorschläge belasten mit einem hohen Risikoaufschlag die betroffenen Energieunternehmen über ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hinaus. Dies können sie schon aus Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern, Kunden und Eigentümern so nicht akzeptieren. Vor einer abschließenden Bewertung werden die Unternehmen den Bericht zunächst eingehend analysieren.

Die Unternehmen haben in den vergangenen Jahren die Energiewende aktiv unterstützt. Sie haben zudem die für den Ausstieg aus der Kernenergie notwendigen Rückstellungen in Höhe von mehr als 40 Mrd. Euro angemessen und richtig bilanziert. Dies haben sowohl die Bundesregierung als auch die KFK selbst bestätigt.

Die Kernenergie betreibenden Unternehmen stehen selbstverständlich zu ihren Verpflichtungen für die Abwicklung der Kernenergie und haben hierfür Rückstellungen gebildet, die auch im internationalen Vergleich sehr konservativ sind und auch jetzt schon alle erdenklichen Risiken abbilden. Ungeachtet dessen sind die Zwischen- und Endlagerung in Deutschland allerdings operative Aufgabe des Staates, der hierfür auch die politische Verantwortung trägt. Die dafür bei den Unternehmen gebildeten Rückstellungen für die Lagerung sollen nach den Vorschlägen der KFK in einen staatlichen Fonds überführt werden. Die grundsätzliche Logik einer geteilten Verantwortung können die Unternehmen daher nachvollziehen.

Die Energieunternehmen haben die Kommission jederzeit konstruktiv unterstützt. Sie haben mit äußerster Transparenz die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen und die technische Machbarkeit von diskutierten Lösungen dargestellt. Sie waren in den Gesprächen mit der KFK im Sinne einer konsensualen Lösung bereit, einen darüber hinaus gehenden Risikozuschlag in Kauf zu nehmen. Im Interesse einer solchen Verständigung haben sie ihre wirtschaftlichen Hintergründe offen und transparent dargelegt und angeboten, bis an die äußerste Grenze ihrer Leistungsfähigkeit zu gehen. Diese Grenze wurde mit dem Kommissionsvorschlag zur Höhe des so genannten Risikoaufschlages allerdings überschritten. Die Unternehmen sind gleichwohl weiterhin an einer Organisation und Finanzierung des Kernenergieausstiegs im Konsens interessiert. Sie sind daher jederzeit bereit, ihre Vorschläge in die weitere Diskussion mit der Politik einzubringen.

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Geringfügige Korrosionsspuren an Fass mit Bauschutt in Brunsbüttel

Brunsbüttel, 21.04.2016

Geringfügige Korrosionsspuren an Fass mit Bauschutt in Brunsbüttel
An einem 400-Liter-Fass mit Bauschutt sind im Kernkraftwerk Brunsbüttel geringfügige Korrosionsspuren festgestellt worden (siehe beigefügtes Bild). Das Fass mit dem schwach radioaktiven Bauschutt befand sich seit seiner Einlagerung 1983 in einer der beiden so genannten Transportbereitstellungshallen (TBH) auf dem Kraftwerksgelände und sollte zusammen mit insgesamt 20 Fässern zur Neuverpackung an eine Konditionierungsanlage für radioaktive Stoffe der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) in Duisburg geliefert werden.
Eine gesundheitsgefährdende Strahlung geht von dem Gebinde nicht aus, die Ortsdosisleistung wurde mit deutlich weniger als einem Mikrosievert pro Stunde an dessen Oberfläche gemessen. (Zum Vergleich: Pro Flug Frankfurt – New York beträgt nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz die Strahlendosis durch Höhenstrahlung zwischen 32 und 75 Mikrosievert, beim Flug Frankfurt – Gran Canaria sind es immerhin noch zehn bis 18 Mikrosievert.)

Vattenfall hat nach der Feststellung der Korrosion die Arbeiten eingestellt und von sich aus die Aufsichtsbehörde in Kiel informiert.
Anschließend wurde in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde das betroffene Fass zusammen mit weiteren drei Fässern, die bereits zuvor inspiziert worden waren und die unauffällig waren, in einem Container verpackt und in das Kraftwerksgebäude verbracht.
Vattenfall geht davon aus, dass trotz der Korrosion die Handhabbarkeit auch des Fasses mit Korrosionsspuren nicht beeinträchtigt ist.

Die TBH 1, in der sich das Fass befand, wurde zuletzt Ende 2015 von Vattenfall, Vertretern der Aufsichtsbehörde und Gutachtern visuell inspiziert. Dabei waren keine Auffälligkeiten verzeichnet worden.

Vattenfall arbeitet derzeit an einem Konzept zur weiteren Behandlung der insgesamt 171 Fässer mit vergleichbarem Inhalt in der TBH 1, das sowohl mit der Aufsichtsbehörde als auch mit externen Gutachtern abgestimmt werden wird. Darüber hinaus wird ein Untersuchungsprogramm abgestimmt.

Die Fässer befinden sich noch in der Transportbereitstellunghalle beim Kernkraftwerk Brunsbüttel, weil der bisher vorgesehene Zielort Schacht Konrad, das Bundesendlager für schwach- und mittelradioaktive Stoffe, weiterhin nicht zur Verfügung steht. Seine Eröffnung verzögert sich seit den 1990er Jahren und ist momentan für das Jahr 2022 vorgesehen.

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Informationsveranstaltung „Energiewende konkret – Umgang mit den Abfällen aus dem Rückbau kerntechnischer Anlagen“

Brunsbüttel, 23.03.2016

Informationsveranstaltung „Energiewende konkret – Umgang mit den Abfällen aus dem Rückbau kerntechnischer Anlagen“
Betreiber Vattenfall informierte im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Energiewende konkret“ zum Rückbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel über physikalische Rahmenbedingungen, das konkrete Verfahren und die rechtliche Beurteilung des Umgangs mit dem beim Rückbau des KKW anfallenden Abfällen.

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Ca. 40 interessierte Gäste waren der Einladung des Betreibers des Kernkraftwerks Brunsbüttel in den Bürgersaal des dortigen Elbeforum gefolgt. Nach Begrüßung durch Olaf Hiel, verantwortlich für Public Affairs im KKW Brunsbüttel und auch Moderator des Abends, eröffnete als erster Referent Herr Dr. Jürgen Müller die Kurzvorträge. Dr. Müller, der im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) für die Bereiche Strahlenschutz und Radiologie veranwortlich ist, schilderte die physikalischen Hintergründe des Strahlenschutzes und erläuterte mit anschaulichen Vergleichen die geltende 10-Mikrosievert-Regelung der Strahlenschutzverordnung, die auch beim Rückbau des KKW Brunsbüttel anzuwendender Maßstab sein wird. Sein Kollege Dr. Oliver Karschnick, im MELUR für den Bereich Entsorgung verantwortlich, berichtete sodann über die rechtlichen und prozessualen Anforderungen, die seitens der Aufsichtsbehörde MELUR und den geltenden Gesetzen den Rückbau und die Entsorgung verbindlich regeln. Wie die konkrete Umsetzung der Entsorgung des beim Rückbau anfallenden Materials im Kraftwerk erfolgen wird, stellte schließlich Dr. Matthias Roßkamp dar. Dr. Roßkamp ist Strahlenschutzbeauftragter im Kernkraftwerk Brunsbüttel.

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Ergänzt um den Leiter des KKW Brunsbüttel, Herrn Knut Frisch, stellten sich die Referenten im Anschluss den Fragen des Publikums; es entwickelten sich lebhafte Diskussionen. Die Fragen aus dem Auditorium befassten sich insbesondere mit dem Umfang und der Intensität der Aufsicht über den Rückbauprozess, dem „sicheren Einschluss“ als mögliches Alternativverfahren, der Zuverlässigkeit der anzuwendenden Messverfahren und deren technische Ausstattung sowie mit Sicherheitsbedenken anlässlich aktueller terroristischer Aktivitäten.

Die entsprechenden Vorträge finden Sie in unserem Download-Bereich.

Zur Veranstaltungsreihe „Energiewende konkret“:

Seit 2013 lädt Vattenfall regelmäßig ins Brunsbütteler Elbeforum zur Veranstaltung „Energiewende konkret“ ein, berichtet über den aktuellen Stand der Rückbauplanungen des Kraftwerkes und stellt sich im Dialog den Fragen der Öffentlichkeit. Als Informationsplattform für den Rückbau von Brunsbüttel hat Vattenfall vor zwei Jahren zudem die Internetseite www.perspektive-brunsbuettel.de ins Leben gerufen. Diese wird um eine Seite bei Facebook ergänzt, um auch hier zusätzliche Informations- und Dialogangebote zu schaffen.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

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Sandra Kühberger

Pressesprecherin
PRA / Media Relations Germany

sandra.kuehberger@vattenfall.de
030 8182 2323
Fax +49 30 8182 2315

Vattenfall holt erste Fässer aus den Kavernen

Brunsbüttel, 29.02.2016

Vattenfall hat heute, 29.02.2016, begonnen, die ersten Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus den Kavernen 2 und 4 im Kraftwerk Brunsbüttel zu heben. Bei der Öffnung der Kavernen wurden keine erhöhten Feuchtigkeitswerte festgestellt, auch die radiologische Messung hatte keinen erhöhten Wert gezeigt. Gestartet wurde mit der Entladung eines Fasses mit Filterkonzentrat aus Kaverne 4 (siehe Bild vom Monitor). Nach erfolgreicher Messung der Restfeuchte konnte das Fass in die Pulverharz-Umsauganlage eingestellt und der Umsaugvorgang gestartet werden. Im nächsten Schritt wird nun ein Fass mit Verdampferkonzentrat entnommen.

 

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In Kaverne 2 befinden sich 118 Fässer und in Kaverne 4 insgesamt 70 Fässer. Nach jetziger Planung soll die Leerung dieser beiden Kavernen Ende Oktober 2016 abgeschlossen werden. Die Handhabung der Fässer erfolgt grundsätzlich fernhantiert in einer Einhausung, die als zusätzliche Absicherung dient (siehe Grafik).

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Die insgesamt 632 Fässer enthalten im Wesentlichen Abfälle aus der Abwasseraufbereitung bzw. aus den Prozesskreisläufen des Kernkraftwerks (Filterharze und Verdampferkonzentrate). Filterharze dienen dazu, das Wasser in den Prozesskreisläufen so rein wie möglich zu halten. Verdampferkonzentrate sind getrocknete Rückstände aus der Abwasseraufbereitung. Die Fässer mit Filterkonzentrat werden über den Kran zur Pulverharz-Umsauganlage (PUSA) gebracht, wo der Inhalt aus den Fässern in endlagerfähige Container umgesaugt wird. Die Fässer mit Verdampferkonzentrat werden in einer Trocknungsanlage nachgetrocknet und samt Fass in endlagerfähige Container gestellt.

Die Kavernen und die Fässer waren konzeptionell zunächst nicht für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen, sondern die Fässer sollten gemäß gesetzlicher Regelung nach Schacht Konrad als bundesweitem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden. Ursprünglich sollte Schacht Konrad Mitte bis Ende der 90’er Jahre fertiggestellt werden. Wegen seiner Nichtverfügbarkeit wurden die Fässer in den Kavernen des Kraftwerks abgestellt. Zuletzt waren die Jahre 2014 bzw. 2019 als Fertigstellungstermine für Schacht Konrad genannt worden, aktuell rechnet das Bundesumweltministerium mit einer Inbetriebnahme zwischen 2021 und 2025.

Vattenfall hatte im Jahr 2014 die Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen mit einer eigens entwickelten Spezialkamera inspiziert und je nach Befund in Kategorien eingeteilt. Entsprechend der Kategorie kommen verschiedene Greifvorrichtungen zum Einsatz: Fässer ohne oder mit geringfügigen Auffälligkeiten werden am Deckel gehandhabt. Fässer mit mittelschweren oder starken Auffälligkeiten werden über den Deckel-Boden-Greifer gehandhabt.

Alle Maßnahmen erfolgen nach vorheriger Abstimmung mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde und in Beisein von Sachverständigen.

Vattenfall zeigt Handhabung der Fässer in Brunsbüttel

Brunsbüttel, 22.02.2016

Heute (22.02.2016) präsentiert Vattenfall bei einem Besuch von Energiewende­minister Dr. Robert Habeck in Brunsbüttel die eigens entwickelten Greifwerkzeuge, mit denen die Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus den sechs Kavernen gehoben werden. Die Handhabung der Fässer erfolgt grundsätzlich fernhantiert in einer Einhausung, die als zusätzliche Absicherung dient (siehe Grafik).

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„Um die neuen Greifwerkzeuge vorführen zu können, haben wir eine Probehandhabung vorbereitet, direkt vor Ort unter realistischen Bedingungen. Die Kavernen bleiben dafür verschlossen, denn nur so kann die Einhausung geöffnet werden. Wenn die Kavernen geöffnet sind, wird als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme die Einhausung geschlossen ‑ dann ist von außen nichts zu sehen“, erläutert Pieter Wasmuth, Geschäftsführer der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH den Vorgang. Die Leerung der Kavernen soll in der 9. Kalenderwoche beginnen.

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Die insgesamt 632 Fässer enthalten Abfälle aus der Abwasseraufbereitung bzw. aus den Prozesskreisläufen des Kernkraftwerks (Filterharze und Verdampferkonzentrate). Filterharze dienen dazu, das Wasser in den Prozesskreisläufen so rein wie möglich zu halten. Verdampferkonzentrate sind getrocknete Rückstände aus der Abwasseraufbereitung. Die Fässer mit Filterkonzentrat werden über den Kran zur Pulver-Umsauganlage (PUSA) gebracht, wo der Inhalt aus den Fässern in endlagerfähige Container umgesaugt wird. Die Fässer mit Verdampferkonzentrat werden in einer Trocknungsanlage nachgetrocknet und samt Fass in endlagerfähige Container gestellt.

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Die Kavernen und die Fässer waren konzeptionell zunächst nicht für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen, sondern die Fässer sollten gemäß gesetzlicher Regelung nach Schacht Konrad als bundesweitem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden. Ursprünglich sollte Schacht Konrad Mitte bis Ende der 90’er Jahre fertiggestellt werden. Wegen seiner Nichtverfügbarkeit wurden die Fässer in den Kavernen des Kraftwerks abgestellt. Zuletzt waren die Jahre 2014 bzw. 2019 als Fertigstellungstermine für Schacht Konrad genannt wurden, aktuell rechnet das Bundesumweltministerium mit einer Inbetriebnahme zwischen 2021 und 2025.

Vattenfall hatte im Jahr 2014 die Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen mit einer eigens entwickelten Spezialkamera inspiziert und je nach Befund in Kategorien eingeteilt. Entsprechend der Kategorie kommen verschiedene Greifvorrichtungen zum Einsatz: Fässer ohne oder mit geringfügigen Auffälligkeiten werden am Deckel gehandhabt (Winkelringinnengreifer, siehe Grafik). Fässer mit mittelschweren oder starken Auffälligkeiten werden über den Deckel-Boden-Greifer gehandhabt.

Alle Maßnahmen erfolgen nach vorheriger Abstimmung mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde und in Beisein von Sachverständigen.

2016-10-04_brunsbuettel-illustration_1_1024x683_header_unterseite_bbDie entsprechende Meldung des Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) finden Sie hier.

Diskussionsveranstaltung „Entsorgung freigegebener Abfälle aus dem Rückbau von Kernkraftwerken“

Kiel, 30.11.2015

Diskussionsveranstaltung „Entsorgung freigegebener Abfälle aus dem Rückbau von Kernkraftwerken“
Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (MELUR) informierte zu Recycling und Deponierung nicht strahlenbelasteter Abfälle aus dem Rückbau von Kernkraftwerken.

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Umweltminister Herr Dr. Habeck am Rednerpult

Beim Rückbau der kerntechnischen Anlagen in Schleswig-Holstein geht es nicht nur um Fragen der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle. Ein Großteil der beim Rückbau anfallenden Stoffe sind zwar ohne radioaktive Belastung aus dem Kraftwerksbetrieb, die Frage ihrer Entsorgung ist aber aufgrund des Kontextes ebenfalls sensibel. Mit über 90% der zu entsorgenden Stoffe machen sie den weitaus größten Anteil des beim Rückbau anfallenden Abfalls aus. Um hier bereits frühzeitig Transparenz zu schaffen und die fachliche Begleitung durch die Träger und Betreiber geeigneter Entsorgungsanlagen in Schleswig-Holstein sicher zustellen, lud der Minister Dr. Robert Habeck zu einer Informationsveranstaltung ins Landeshaus ein. Sein Ziel, so der Minister, sei ein „Entsorgungspakt“ aller Beteiligten. Der Einladung folgten über 80 Vertreter von  Kommunen, der Entsorgungswirtschaft, der Umweltverbände, der Landtagsfraktionen sowie der Betreiber der Kernkraftwerke im Land. Zahlreiche Medienvertreter beobachteten die Veranstaltung und berichteten.

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Zu Beginn der Veranstaltung schilderten Vertreter des Ministeriums zunächst die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen des schleswig-holsteinischen Abfallrechts und Aspekte des Strahlenschutzes bei Abfällen mit vernachlässigenswerter Radioaktivität. Besonderes Augenmerk wurde hier auf die auch international geltenden Grenzwerte für Strahlenbelastung und die Freimessungsverfahren gelegt. Dabei wurde wiederholt  deutlich gemacht, das die Grenzwerte zur Freigabemessung in einem Bereich weit  unter der natürlichen, ohnehin vorhandenen natürlichen Strahlenbelastung liegen.

In der anschliessenden Erörterung wurden diese Werte und Messverfahren auch mit den anwesenden Vertretern von Bürgerinitiativen und Umweltverbänden diskutiert und erläutert. In kurzen Statements der Vertreter weiterer betroffener Interessengruppen konnten im Anschluss deren Positionen vorgestellt werden. Hier sprachen u.a. Vertreter von Vattenfall für die Kraftwerksbetreiber, des B.U.N.D, der Entsorgergemeinenschaft Schleswig-Holstein sowie von Gemeinde-Zweckverbänden. Einigkeit bestand bei allen Referenten, das unabhängig von den rechtlichen, technischen und Standort-Fragen zur Lagerung nicht-radioaktiver Abfälle aus dem Rückbau der Informationsvermittlung und Schaffung von Transparenz besonders hohe Bedeutung zukäme. Grundsätzlich bestände allgemeine Bereitschaft, Recycling und Lagerung des nicht strahlungsbelasteten Abfalls aus dem Rückbau kooperativ und partnerschaftlich angehen zu wollen. Hierzu wurde die Gründung einer übergreifenden Arbeitsgruppe ins Gespräch gebracht.

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In seinem Schlusswort betonte Minister Dr. Habeck den Wunsch nach einem „Entsorgungspakt“ und versprach, die dafür von allen Interessenvertretern als essentiell erachtete Transparenz weiter sicherzustellen zu wollen. Dazu kündigte er  nach diesem Auftakt mit Dank an alle Beteiligten weitere Veranstaltungen zum Thema an.

Vattenfall stellt Antrag auf Neugenehmigung für das Standort-Zwischenlager Brunsbüttel

16.11.2015

Vattenfall stellt Antrag auf Neugenehmigung für das Standort-Zwischenlager Brunsbüttel
Vattenfall hat heute (16.11.2015) für das Standort-Zwischenlager Brunsbüttel einen Antrag auf Neugenehmigung bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Bundesamt für Strahlenschutz, eingereicht. „Wir wollen beim Standort-Zwischenlager den rechtmäßigen Zustand wiederherstellen. Der Antrag ist für uns auch deshalb wichtig, weil wir den Rückbau des Kernkraftwerks zügig vorantreiben wollen und dafür das Zwischenlager benötigen“, so Pieter Wasmuth, Geschäftsführer der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH. Anfang dieses Jahres hatte das Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der Aufbewahrungs- genehmigung für das Standort-Zwischenlager Brunsbüttel endgültig bestätigt. „Wichtig ist dabei, dass beide Gerichte – weder das Oberverwaltungsgericht Schleswig noch das Bundesverwaltungsgericht – nicht über eine tatsächlich unzureichende Sicherheit des Zwischenlagers befunden haben“, so Pieter Wasmuth weiter. „Sie beanstandeten Mängel im Genehmigungsverfahren.“ Vattenfall wird in den kommenden Monaten die erforderlichen Genehmigungsunterlagen erstellen und beim Bundesamt für Strahlenschutz einreichen. Der Antrag auf Neugenehmigung umfasst nicht die Lagerung von Castorbehältern aus der Wiederaufbereitung.

Zum Standort-Zwischenlager Brunsbüttel

Mit der Novelle des Atomgesetzes im Jahr 2002 wurden die Betreiber von Kernkraftwerken verpflichtet, an den jeweiligen Kraftwerksstandorten Zwischenlager für bestrahlte Brennelemente aus dem Kraftwerksbetrieb zu errichten. Deutschlandweit wurden in den Jahren 2006 und 2007 insgesamt 12 sogenannte standortnahe Zwischenlager in Betrieb genommen. Das Standort-Zwischenlager Brunsbüttel wurde im Jahr 2003 vom Bundesamt für Strahlenschutz genehmigt. 2006 wurde das Lager in Betrieb genommen. Als Konsequenz auf den Beschluss des Bundes- verwaltungsgerichts vom Januar 2015 hat das für die Atomaufsicht zuständige Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume eine atomrechtliche Anordnung getroffen, mit der die Lagerung des Kernbrennstoffs im Zwischenlager Brunsbüttel bis Anfang 2018 vom Land Schleswig-Holstein vorgegeben wird. Die entsprechende Pressemitteilung von Vattenfall sowie die Medien-Information des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume finden Sie in unserem Download-Bereich.

Ranga Yogeshwar zu Besuch in Brunsbüttel

27.07.2015

Am 20. und 21. Juli besuchte der Physiker und Fernsehjournalist das Kernkraftwerk, um Bilder für ein neues Fotoprojekt zu machen.

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Ranga Yogeshwar ist nicht nur Wissenschaftsjournalist (u. a. bekannt durch die WDR-Sendung „Quarks & Co“) und Autor, sondern hat als studierter Physiker unter anderem auch im Schweizer Institut für Nuklearforschung sowie im Forschungsreaktor Merlin am Forschungszentrum Jülich gearbeitet. 2011 erhielt er den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Information“ als Experte in der Fukushima-Berichterstattung. Er kennt sich also beim Thema Kernenergie aus. Und nebenbei fotografiert er auch noch. Natur, Menschen, aber auch Orte wie Tschernobyl, Fukushima oder ein mittlerweile geschlossenes Kohlebergwerk. „Schicht im Schacht“ heißt das Fotoprojekt zum Kohlebergwerk und ist unter www.yogeshwar.de anzuschauen.

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Bei seinem Besuch in Brunsbüttel hat Ranga Yogeshwar nicht nur die „aussterbende“ Anlagentechnik, sondern vor allem auch die Menschen im Kraftwerk fotografiert. Ihm gehe es darum, den Wandel zu dokumentieren und für die Nachwelt festzuhalten. „Die Träume unserer Väter“ nannte er die Entstehung der kerntechnischen Energieerzeugung. Diese Sichtweise dürfe man einfach nicht vergessen – und vor allem nicht die Menschen. Zwei Tage lang begleitete ihn Olaf Hiel, Referent regionale Kommunikation, und zeigte ihm den Alltag im Kernkraftwerk Brunsbüttel. Immer wieder fesselte ihn ein technisches Detail, zu dem er dann feststellte, dass es dieses nach dem Rückbau nicht mehr geben wird. Einige der vielen Fotos sollen langfristig Teil einer größeren Foto-Ausstellung oder eines Foto-Bildbandes werden. Das steht noch nicht fest. Im ersten Schritt werden einzelne Aufnahmen auf der o.g. Internetseite präsentiert werden. Zum Beginn des Besuches traf er sich mit einer Gruppe von ca. 30 Mitarbeitern und hielt einen Vortrag zu dem Thema „Fukushima: Berichterstattung einer Katastrophe oder Katastrophe einer Berichterstattung“, in dem er die mediale Darstellung des Tsunamiunglücks in Japan kritisch hinterfragte, welches seiner Aussage nach in Deutschland auf eine Reaktorkatastrophe in Fukushima reduziert wurde. Ganz nebenbei gab er seinem Besuch damit ein vielseitiges Gesicht und nannte eine Vielzahl von Beispielen, wie unterschiedlich eine Berichterstattung erfolgen kann. Sowohl die Gespräche während der „Fotosession in der Anlage“ als auch die Diskussion im Anschluss des Vortrages zeigte einen hellwachen und sehr interessierten Ranga Yogeshwar, der Spaß daran hat, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Genau diesen Eindruck hinterließ er im Kraftwerk – und eine Vielzahl toller Fotos.

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„Energiewende konkret: Kavernenleerung und Handhabungskonzept“

28.04.2015

In einer öffentlichen Veranstaltung im „ Elbeforum“ der Stadt Brunsbüttel am 28.04.2015 wurde vor knapp 50 interessierten Gästen ein aktueller Überblick zum Status der Kavernenleerung und zum folgenden Handhabungskonzept im Kernkraftwerk Brunsbüttel gegeben.

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Ziel der öffentlichen Veranstaltung im „ Elbeforum“ der Stadt Brunsbüttel am 28.04.2015 war es, einen aktuellen Überblick zum Status der Kavernenleerung und zum folgenden Handhabungskonzept im Kernkraftwerk Brunsbüttel zu vermitteln. In einem Vortrag wurden den Gästen, darunter Bürgervorsteherin Karin Süfke und der Leiter der Kieler Atomaufsicht, Dr. Dr. Backmann, von Herrn Olaf Hiel aktuelle Informationen zum Status und geplanten Vorgehen gegeben. Dabei ging es insbesondere um eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Kaverneninspektion, eine Darstellung der Bergungskonzepte für die unterschiedlich klassifizierten Fässer, auch unter technischen Gesichtspunkten, sowie die Darstellung der anschliessenden Konditionierung der Abfälle in den sog. Konrad-Gusscontainern. Im Anschluss wurden zahlreiche Fragen aus dem Kreis der ca. 45 Teilnehmer, insbesondere zur abschließenden Säuberung der Kavernen und der Konstruktion der Filterkonzentrat-Fässer vom Leiter der Anlage, Knut Frisch, sowie Herrn Hiel beantwortet.

Das PDF zum Download finden Sie hier: Präsentation Kavernenleerung und Handhabungskonzept vom 28.04.2015

Weiterer Schritt zum Rückbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel – Öffentlichkeitsbeteiligung im Genehmigungsverfahren startet

24.02.2015

Die Stilllegung und der Abbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel kommen weiterhin voran. Bereits am Montag, den 16. Februar 2015 wurde das Vorhaben der Vattenfall-Betreibergesellschaft von der schleswig-holsteinischen Reaktorsicherheitsbehörde (Energiewendeministerium) öffentlich bekanntgemacht. Das teilte die Behörde am 13. Februar 2015 in Kiel mit. Die Bekanntmachung erfolgt in Tageszeitungen aus dem Raum Brunsbüttel, im Amtsblatt für Schleswig-Holstein sowie im Internetauftritt des Ministeriums unter schleswig-holstein.de. „Das ist ein wichtiger Schritt, um einen der ältesten Atommeiler Deutschlands endlich loszuwerden. Erst wenn die Atomkraftwerke abgerissen werden, wird der Atomausstieg wirklich sichtbar“, betonte Energiewendeminister Robert Habeck. „Für Brunsbüttel hat Vattenfall den Antrag gestellt und kommt gut voran.“ Stilllegung und Abbau seien aufwändige Prozesse, die größte Sorgfalt erforderten. „Deshalb ist es so wichtig, dass die Öffentlichkeit intensiv einbezogen wird. Jeder und jede kann nun Anregungen und Kritik in das Verfahren einspeisen“, sagt Habeck. In der Bekanntmachung wird darauf hingewiesen, dass jeder Interessierte die Antragsunterlagen einsehen kann. Sie werden ab dem 24. Februar für zwei Monate in der Stadtverwaltung Brunsbüttel und in der Reaktorsicherheitsbehörde in Kiel öffentlich ausgelegt. Innerhalb der Auslegungsfrist kann jedermann schriftlich Einwendungen gegen das Vorhaben erheben. Die Behörde plant, die vorgetragenen Bedenken ab 6. Juli im Elbeforum Brunsbüttel mit den Einwendern und Vertretern von Vattenfall zu erörtern. Zu einem späteren Zeitpunkt wird das Ministerium dann über den Stilllegungs- und Abbauantrag entscheiden. Die Vattenfall-Betreibergesellschaft hat außerdem den Bau einer Lagerhalle für schwach- und mittelradioaktive Stoffe beantragt. Dieser Antrag wird zeitgleich und in denselben Medien öffentlich bekanntgemacht und ausgelegt. Minister Habeck machte deutlich, dass sich noch immer abgebrannte Brennelemente im Reaktordruckbehälter des Kernkraftwerks befinden. Aufgrund der Rechtsprechung zum Zwischenlager Brunsbüttel ist es gegenwärtig nicht möglich, diese aus dem Kernkraftwerk in das Lager zu bringen. Einen Abriss um die Brennelemente herum hält die Reaktorsicherheitsbehörde nicht für eine gute Lösung. Man müsse „dafür sorgen, dass hier schnell eine Lösung gefunden wird, damit die Brennelemente aus dem Reaktordruckbehälter zügig in ein rechtskonform genehmigtes Zwischenlager verbracht werden können. „Hier halte ich es für sinnvoll, den schnellsten Weg zu wählen. Wenn die Kernbrennstoffe aus dem Reaktordruckbehälter herauskommen, gewinnen wir ein Stück mehr Sicherheit.“ (Quelle: Pressemeldung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume)

In der Zeit vom 24. Februar bis zum 24. April werden die Anträge und weitere Antragsunterlagen im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, Dienstgebäude Adolph-Westphal-Str. 4, 24134 Kiel und bei der Stadt Brunsbüttel, Fachbereich Bau, Foyer, Röntgenstr. 2, 25541 Bunsbüttel ausgelegt.
Die Antragsunterlagen sind hier online einsehbar.

Vattenfall und Aufsichtsbehörde stellen Handhabungskonzepte für die Fässer im Kraftwerk Brunsbüttel vor

09.02.2015

Vattenfall und die atomrechtliche Aufsichtsbehörde haben heute, dem 09.02.2015, gemeinsam in Kiel die Handhabungskonzepte vorgestellt, in denen die sichere Handhabung zur Leerung der Kavernen im Kernkraftwerk Brunsbüttel ausführlich dargestellt ist.

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Vattenfall hat im vergangenen Jahr die Fässer mit schwach- und mittelradio- aktiven Abfällen und das Bauwerk der Kavernen mit Hilfe einer eigens entwickelten Spezialkamera inspiziert. Die Fässer enthalten Abfälle aus der Abwasseraufbereitung bzw. aus den Prozesskreisläufen des Kernkraftwerks. Dazu gehören Filterharze ebenso wie Verdampferkonzentrate. Filterharze dienten während des Betriebs des Kernkraftwerks dazu, das Wasser in den Prozesskreisläufen so rein wie möglich zu halten. Verdampferkonzentrate sind getrocknete Rückstände aus der Abwasseraufbereitung. Die Fässer wurden im Rahmen der Inspektionen je nach Befund in die Kategorien I bis V eingeteilt. Entsprechend der jeweiligen Kategorie kommen verschiedene Greifvorrichtungen zum Einsatz. So werden Fässer ohne oder mit geringfügigen Auffälligkeiten am Deckel gehandhabt. Fässer mit mittelschweren oder starken Auffälligkeiten werden über einen Deckel-Boden-Greifer gehandhabt. Die Handhabung der Fässer erfolgt grundsätzlich fernhantiert in einer Einhausung. Die Einhausung dient als zusätzliche Absicherung bei der Handhabung der Fässer. Bei den Handhabungsvorrichtungen handelt es sich wie schon beim Kamerasystem um eigens entwickelte Spezialkonstruktionen, die bis zum August 2015 angefertigt werden sollen. Es ist zudem geplant, die Fässer mit Verdampferkonzentrat in einer Trocknungsanlage nachzutrocknen, um das Abfallvolumen und die vorhandene Restfeuchte zu reduzieren. Die Trocknungsanlage FAVORIT der GNS (Gesellschaft für Nuklear-Service) soll im Juli 2015 in Brunsbüttel aufgebaut und in Betrieb genommen werden. Für die Fässer mit Filterkonzentrat wird die sogenannte PUSA (Pulverharz-Umsaug-Anlage), ebenfalls von der GNS, vor Ort aufgebaut. In der PUSA wird das Filterkonzentrat direkt in Gusscontainer, die für das Endlager Schacht Konrad notwendig sind, umgesaugt. Insgesamt gehen Vattenfall und die Aufsichtsbehörde derzeit davon aus, dass alle Arbeiten in der ersten Jahreshälfte 2018 abgeschlossen werden können. Bis zum Abtransport in das Endlager Konrad bleiben die Behälter in den Transportbereitstellungshallen bzw. im geplanten Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle (LasmA). Die Fertigstellung des Endlagers Konrad ist nicht vor dem Jahr 2022 geplant. Die Kavernen befinden sich im Inneren des Kernkraftwerks. Sie sind nur von oben zugänglich und dort durch 110 Zentimeter dicke Betonriegel abgeschirmt. Die Kavernen waren konzeptionell zunächst nicht für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen, sondern die Fässer sollten zeitnah nach Schacht Konrad als bundesweitem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden. Die Öffnung der Riegel und die Arbeiten an den geöffneten Kavernen waren im Hinblick auf den Schutz des Bedienungspersonals und der Bevölkerung unbedenklich. Die Einhaltung der Strahlenschutzvorschriften (wie Betonabschirmungen, Fernbedienung, vorsorglicher Atemschutz) wurden von der Aufsichtsbehörde mit Unterstützung der Sachverständigen des TÜV NORD überwacht. Den vollständigen Artikel vom 09.02.2015 finden Sie hier.

Transparenz für kommunale Politiker

05.02.2015

Informationsveranstaltung für die Ratsversammlung der Stadt Brunsbüttel

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Ziel der nicht-öffentlichen Sitzung der Ratsversammlung der Stadt Brunsbüttel am 05.02.2015 war es, einen aktuellen Überblick zu den Aktivitäten im Kernkraftwerk Brunsbüttel zu erhalten. In einem Vortrag wurde den Gästen aus Politik und Verwaltung, darunter Bürgervorsteherin Karin Süfke, von Herrn Olaf Hiel aktuelle Informationen zu den wesentlichen Projekten gegeben. Dazu gehörte eine Zusammenfassung zur Kaverneninspektion, inkl. der vorgesehenen Fasshandhabung, der aktuelle Status zum Bauvorhaben eines Lagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle ( LasmA ) und die allgemeine Situation rund um die aktuellen Themen im Kraftwerk. Es gab eine Vielzahl von interessierten Fragen, die allesamt vom Kraftwerkleiter Knut Frisch beantwortet werden konnten.

Ein Zwischenlager ohne Genehmigung

04.02.2015

Wie es dazu kam und wie es weiter geht

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Mitte Januar bestätigte das Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der Genehmigung des Bundesamtes für Strahlenschutz für das Zwischenlager am Standort des Kernkraftwerks Brunsbüttel, die im Juni 2013 das Oberverwaltungsgericht Schleswig beschlossen hat. Warum es das Zwischenlager gibt, wie es zum Prozess kam und wie es weitergeht erläutert Sandra Kühberger, Pressesprecherin und zuständig für die Kommunikation vor Ort.
Den vollständigen Artikel vom 04.02.2015 finden Sie hier.

Umweltausschüsse Dithmarschen und Steinburg informieren sich im Kernkraftwerk Brunsbüttel

10.12.2014

Erstmals gemeinsam getagt haben die Umweltausschüsse der Kreise Dithmarschen und Steinburg im Informationszentrum des Kernkraftwerks Brunsbüttel (KKB).

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Umweltausschüsse Dithmarschen und Steinburg Thema am 04.12.2014 war der aktuelle Stand der Stilllegungs- und Rückbauplanungen des KKB sowie die Inspektion der Kavernen. Neben den ehrenamtlichen Kommunalpolitikern und Verwaltungsmitarbeitern waren auch interessierte Bürger anwesend, die während des Vortrags durch Olaf Hiel (Kommunikation Vattenfall) ebenfalls ihre Fragen stellen konnten. Seitens der Atomaufsicht in Kiel war deren Leiter Dr. Dr. Jan Backmann anwesend und beantwortete ebenfalls Fragen. Diese gemeinsame Ausschusssitzung setzte die freiwilligen öffentlichen Informationsveranstaltungen durch Vattenfall fort. So hatte unter anderem am 17.09.2014 der Wirtschaftsausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtags das KKB besucht, und am 27.11.2014 war der Ortsbeirat Süd der Stadt Brunsbüttel über das geplante neue Lager für schwach-und mittelradioaktive Abfälle und die Kaverneninspektion informiert worden. In gut zweieinhalb Stunden Vortrag und Diskussion konnten den Umweltausschüssen viele wichtige Informationen zur Stilllegung eines Kernkraftwerks und zum Rückbau gegeben und diverse Fragen beantwortet werden. Auch über die sichere Leerung der Kavernen und die Zwischenlagerung auf dem Kraftwerksgelände in einem neuen Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle wurde eingehend gesprochen. Kritisch hinterfragt wurde unter anderem die Tatsache, dass Schäden an den Fässern in den Kavernen nicht früher erkannt worden seien. Hierzu sagte der Leiter der Kieler Atomaufsicht, Dr. Dr. Backmann mit Blick auf Betreiber, Politik und Behörden: „Das hat man kollektiv nicht im Blick gehabt.“
Die Präsentation vor den Umweltausschüssen der Kreise Dithmarschen und Steinburg finden Sie hier.

Brunsbüttel: Inspektion von Kaverne 6 vorläufig beendet

08.12.2014

Vattenfall hat in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde die Inspektion der Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen in Kaverne 6 vorläufig beendet.
Wie schon mit Beginn der Inspektion am 07.11.2014 mitgeteilt, lagern in Kaverne 6 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen und Reaktorkomponenten. Die Fässer lagern zum Teil in rechteckigen offenen Stahlcontainern (sogenannten Mulden), in der unteren Mulde konnte die Inspektion nicht vollumfänglich vorgenommen werden. Die Inspektion der noch ausstehenden Fässer wird im Rahmen der geplanten Leerung der Kavernen durchgeführt. Vattenfall hat in der unteren Mulde Messungen durchgeführt, die keinerlei Auffälligkeiten zeigten. Um die Fässer aus der Kaverne heben zu können, hat Vattenfall in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde verschiedene Konzepte zur Handhabung entwickelt – entsprechend der jeweiligen Schadenskategorie. Je nach Kategorie kommen so unterschiedliche Greifvorrichtungen zum Einsatz. So können z.B. Fässer zusätzlich am Boden gegriffen werden, anstatt der sonst üblichen Handhabung über einen Deckelgreifer. Auch werden grundsätzlich alle Handhabungen der Fässer in einer Einhausung erfolgen, um den Arbeitsbereich zusätzlich zu umschließen. Die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle stammen aus der Abwasseraufbereitung bzw. aus den Prozesskreisläufen des Kernkraftwerks und enthalten Filterharze und Verdampferkonzentrate. Filterharze dienen dazu, das Wasser in den Prozesskreisläufen so rein wie möglich zu halten, Verdampferkonzentrate sind getrocknete Rückstände aus der Abwasseraufbereitung. Von den bislang 164 begutachteten Fässer in Kaverne 6 wiesen 18 Fässer starke Auffälligkeiten auf, die den Befunden der bisherigen Inspektionen im Wesentlichen gleichen – zum Teil starke Korrosionen sowie Ablaufspuren und Ablagerungen an den Fässern. Zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich neben den verzeichneten 221 Fässern in Kaverne 6 weitere Behälter. Deren zusätzliche Zahl ist im Wesentlichen begründet durch die Einlagerung von Material aus Umbaumaßnahmen. Die Kavernen sind sicher, weder für das Personal noch für die Bevölkerung besteht Gefahr. Wie auch die Aufsichtsbehörde betont hat, stellen nicht die Fässer, sondern die Kaverne die Schutzbarriere für Mensch und Umwelt dar. Die Kavernen waren konzeptionell zunächst nicht für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen, sondern die Fässer sollten nach Schacht Konrad als bundesweitem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden. Ursprünglich sollte Schacht Konrad Mitte bis Ende der 90’er Jahre fertiggestellt werden. Nachdem in der Vergangenheit zuletzt 2014 bzw. 2019 als Fertigstellungstermine genannt wurden, rechnet das Bundesumweltministerium aktuell mit einer Inbetriebnahme zwischen 2021 und 2025. Die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle, die in Schacht Konrad gelagert werden sollen, stammen überwiegend aus dem Kraftwerksbetrieb sowie dem medizinischen Bereich und Forschungseinrichtungen. Der Inhalt der Fässer soll im Anschluss an die Inspektionen in Spezialbehälter, die für die Einlagerung in Schacht Konrad notwendig sind, umgefüllt werden. Für diese endlagerfähigen Behälter ist eine Vielzahl von Zulassungen nötig, die derzeit noch nicht komplett vorliegen. Bis zum Abtransport nach Schacht Konrad bleiben diese Behälter in den Transportbereitstellungshallen bzw. im geplanten Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle (LasmA). Zudem hat Vattenfall den Transport von 21 Fässern aus Kaverne 5 nach München beantragt. Die Fässer enthalten betonierte Asche aus einer Verbrennungskampagne für das Kraftwerk Brunsbüttel im belgischen Mol und sollen im radiochemischen Institut der Universität München genauer analysiert werden. Die im Juni 2014 durchgeführte Inspektion von Kaverne 5 hatte ergeben, dass alle Fässer in gutem Zustand sind. Die 21 Fässer werden im Anschluss an die Untersuchung wieder nach Brunsbüttel zurück transportiert. Alle Maßnahmen erfolgen nach vorheriger Abstimmung mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde und in Beisein von Sachverständigen.
Die vollständige Pressemitteilung vom 8.12.2014 finden Sie hier.

Brunsbüttel: Letzte Kaverne wird inspiziert

07.11.2014

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Vattenfall hat die Inspektion von Kaverne 3 abgeschlossen und wird am Montag, dem 10.11.2014, die Inspektion der letzten Kaverne 6 vorbereiten
2014_Vattenfall_KKB KamerasystemIn Kaverne 6 befinden sich insgesamt 221 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall, die zum größten Teil Filterkonzentrate enthalten. Die Abfälle stammen aus der Abwasseraufbereitung bzw. aus den Prozesskreisläufen des Kernkraftwerks. Filterharze dienen dazu, das Wasser in den Prozesskreisläufen so rein wie möglich zu halten, Verdampferkonzentrate sind getrocknete Rückstände aus der Abwasseraufbereitung. Ein Großteil der Fässer in Kaverne 6 ist in rechteckigen offenen Containern, sogenannten Mulden, gelagert, zum Teil liegend. Nach Öffnung der Kaverne Anfang kommender Woche wird Vattenfall Probeaufnehmen vornehmen, um auf dieser Basis der Aufsichtsbehörde einen Vorschlag unterbreiten zu können, wie die Fässer in der Kaverne und den Mulden inspiziert werden können. Nach den Probefahrten startet die Inspektion des Bauwerks. Neben den Fässern lagern auch Reaktorkomponenten in Kaverne 6. „Vattenfall reicht zudem heute bei der Aufsichtsbehörde das erweiterte Handhabungskonzept ein, in das die Erkenntnisse der bisherigen Inspektionen der Kavernen 1 bis 4 eingeflossen sind“, so Pieter Wasmuth, Geschäftsführer Kommunikation der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH. Das Handhabungskonzept sieht vor, dass die Fässer mit Hilfe einer speziellen Greifvorrichtung, die sowohl am Deckel als auch am Fassboden greift, aus den Kavernen gehoben werden. Es werden grundsätzlich alle Handhabungen der Fässer in einer Einhausung erfolgen, um den Arbeitsbereich zusätzlich zu umschließen. „Damit wir unser Handhabungskonzept endgültig fertigstellen können, benötigen wir noch die Erkenntnisse aus der laufenden Kaverneninspektion“, so Pieter Wasmuth weiter. Dann können auch Lösungen für diejenigen Fässer erarbeitet werden, die eine individuelle Handhabung, z. B. durch ferngesteuertes Werkzeug, benötigen. Nach Ende der Inspektion von Kaverne 6 soll das Handhabungskonzept auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Kavernen sind sicher, weder für das Personal noch für die Bevölkerung besteht Gefahr. Wie auch Minister Habeck betont hat, stellen nicht die Fässer, sondern die Kaverne die Schutzbarriere für Mensch und Umwelt dar. Die Kavernen waren konzeptionell zunächst nicht für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen, sondern die Fässer sollten nach Schacht Konrad als bundesweitem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden. Ursprünglich sollte Schacht Konrad Mitte bis Ende der 90’er Jahre fertiggestellt werden. Nachdem in der Vergangenheit zuletzt 2014 bzw. 2019 als Fertigstellungstermine genannt wurden, rechnet das Bundesumweltministerium aktuell mit einer Inbetriebnahme zwischen 2021 und 2025. Die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle, die in Schacht Konrad gelagert werden sollen, stammen überwiegend aus dem Kraftwerksbetrieb sowie dem medizinischen Bereich und Forschungseinrichtungen. Kaverne 6 ist die letzte noch zu inspizierende Kaverne. Von insgesamt 409 Fässern, die bislang begutachtet wurden, weist rund ein Drittel starke Beschädigungen auf. Die Inspektion der 74 Fässer in Kaverne 3 hat gezeigt, dass die Hälfte der dort gelagerten Fässer stark auffällig ist. Festgestellt wurde außerdem, dass sich die Ergebnisse der bisherigen Inspektionen im Wesentlichen wiederholen – zum Teil starke Korrosionen sowie Ablaufspuren und Ablagerungen an den Fässern. Ein Fass aus Kaverne 3 wurde im Jahr 2010 zuerst im Feststofflager und ab 2014 im Maschinenhaus aufbewahrt. Der Bestand der Fässer und ihr Aufbewahrungsort werden der Aufsichtsbehörde in den jährlichen Berichten angezeigt. In Kaverne 3 befinden sich insgesamt 7 Fässer in sogenannten Überfässern, deren Inspektion keine Auffälligkeiten ergeben hat. Für drei Fässer mit bisher nicht abschließend deklariertem Inhalt aus der Betriebszeit des Kraftwerks entschieden Betreiber und Aufsichtsbehörde im Konsens, eine endgültige Deklarierung und Verpackung zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen. Gründe für diese Entscheidung waren sowohl der gute Zustand der Gebinde als auch die vergleichsweise niedrigen radiologischen Untersuchungs­ergebnisse, die ein vorgezogenes Handhaben noch während der laufenden Inspektion aller Kavernen nicht erforderlich machen. Geplant ist, die Inspektion bis Ende des Jahres abzuschließen. Der Inhalt der Fässer soll im Anschluss in Spezialbehälter, die für die Einlagerung in Schacht Konrad notwendig sind, umgefüllt werden. Für diese endlagerfähigen Behälter ist eine Vielzahl von Zulassungen nötig, die derzeit noch nicht komplett vorliegen. Bis zum Abtransport nach Schacht Konrad bleiben diese Behälter in den Transport-bereitstellungshallen bzw. im geplanten Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle (LasmA). Alle Maßnahmen erfolgen nach vorheriger Abstimmung mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde und in Beisein von Sachverständigen.
Die vollständige Pressemitteilung vom 07.11.2014 finden Sie hier.

Kaverneninspektion in Brunsbüttel wird fortgesetzt

19.9.2014

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2014_Vattenfall_KKB KamerasystemVattenfall bereitet am morgigen Freitag (19.09.2014) die Inspektion von Kaverne 1 durch Öffnen und verschiedene Messungen vor. Anfang kommender Woche startet die Inspektion der Fässer, die voraussichtlich rund drei Wochen in Anspruch nehmen wird. In Kaverne 1 lagern insgesamt 120 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall. Die Abfälle stammen aus der Abwasseraufbereitung bzw. aus den Prozesskreisläufen des Kernkraftwerks. Dazu gehören Filterharze ebenso wie Verdampfer­konzentrate. Filterharze dienen dazu, das Wasser in den Prozesskreisläufen so rein wie möglich zu halten, Verdampferkonzentrate sind getrocknete Rückstände aus der Abwasseraufbereitung. Kaverne 1 ist die vierte von insgesamt sechs Kavernen, bislang wurden drei Kavernen inspiziert. Vattenfall erwartet auch in Kaverne 1 weitere Befunde. „Die Erkenntnisse aus den Inspektionen fließen in unsere Handhabungskonzepte ein, die wir derzeit in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde erweitern“, so Pieter Wasmuth, Geschäftsführer Kommunikation der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH. Die Kavernen sind sicher, weder für das Personal noch für die Bevölkerung besteht Gefahr. Wie auch Minister Habeck betont hat, stellen nicht die Fässer, sondern die Kaverne die Schutzbarriere für Mensch und Umwelt dar. Die Kavernen waren konzeptionell zunächst nicht für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen, sondern die Fässer sollten nach Schacht Konrad als bundesweitem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden. Ursprünglich sollte Schacht Konrad Mitte bis Ende der 90’er Jahre fertiggestellt werden. Nachdem es in der Vergangenheit mehrfach zu Verzögerungen kam, rechnet das Bundesumweltministerium aktuell mit einer Inbetriebnahme zwischen 2021 und 2025. Geplant ist es, die Inspektion aller Kavernen in den nächsten Monaten abzuschließen. Der Inhalt der Fässer soll im Anschluss in Spezialbehälter, die für die Einlagerung in Schacht Konrad notwendig sind, konditioniert werden. Für diese endlagerfähigen Behälter ist eine Vielzahl von Zulassungen nötig, die derzeit noch nicht komplett vorliegen. Bis zum Abtransport nach Schacht Konrad bleiben diese Behälter in den Transportbereitstellungshallen bzw. im geplanten Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle (LasmA). Alle Maßnahmen erfolgen nach vorheriger Abstimmung mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde. Vattenfall hat ein neues Kamerasystem entwickelt, das den Vorteil bietet, dass detaillierte Inspektionen in den Kavernen stattfinden können ohne die Fässer bewegen zu müssen. Alle Erkenntnisse der Inspektionen fließen in ein umfassendes Konzept ein, um die Fässer aus den Kavernen zu entfernen und endlagergerecht zu verpacken, bis sie in das Bundesendlager Schacht Konrad transportiert werden können. Nach Abschluss der Inspektion in Kaverne 2 werden die restlichen Kavernen wie geplant in den nächsten Monaten inspiziert. Alle Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde und alle Arbeiten vor Ort werden von der Aufsichtsbehörde teilweise, vom Gutachter kontinuierlich begleitet.  Die Befunde an den Fässern in Kaverne 2 wurden der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde als vorläufiges Ereignis der Kategorie „N“ (Normalmeldung) gemeldet. Die Meldung erfolgte vorläufig, da weitere Befunde wie in Kaverne 2 in den noch nicht inspizierten Kavernen möglich sind. Die Meldung würde in diesem Fall mit den weiteren Befunden vervollständigt werden. Gemäß der internationalen Bewertungsskala (INES) wäre das Ereignis in die Stufe 0, d. h. unterhalb der sieben Stufen, einzuordnen. Die vollständige Pressemitteilung vom 19.9.2014 finden Sie hier.

Kaverneninspektion in Brunsbüttel

20.8.2014

Die ersten Untersuchungen von Kaverne 2 im Kraftwerk Brunsbüttel haben wie erwartet ergeben, dass weitere Fässer schadhaft sind und diese Fässer mittels eines Handhabungskonzeptes transportiert werden müssen. Die Ergebnisse dieser und der noch folgenden Kaverneninspektionen werden in das bisherige Konzept einfließen, das in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde weiterentwickelt wird. Wie die schleswig-holsteinische Landesregierung und auch die Aufsichtsbehörde verschiedentlich betont haben, sind die Kavernen sicher und eine Gefährdung des Personals im Kraftwerk wie auch der Umgebung war und ist nicht gegeben. Die Kavernen sind zu den Außenseiten durch dicke Betonwände geschützt. Darüber hinaus wird über die Luftströmung und den Unterdruck im Kraftwerk sichergestellt, dass Barrieren zur Zurückhaltung der Radioaktivität gegenüber der Umgebung vorgehalten werden. Die Fässer in den Kavernen enthalten schwach- und mittelradioaktive Betriebsabfälle wie Filterharze und Verdampferkonzentrate. Die Kavernen und die Fässer waren konzeptionell zunächst nicht für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen. Die Fässer sollten kurzfristig nach Schacht Konrad als bundesweitem Endlager für die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle aus Industrie und öffentlicher Hand gebracht werden. Schacht Konrad sollte ursprünglich Mitte bis Ende der 90’er Jahre fertiggestellt werden. Nachdem es in der Vergangenheit mehrfach zu Verzögerungen kam, rechnet das Bundesumweltministerium aktuell mit einer Inbetriebnahme zwischen 2021 und 2025. In Kaverne 2 wurden bislang 40 Fässer inspiziert, von denen 10 auffällig sind. Neben Lackschäden und Korrosionsbefunden wurden Ablaufspuren und Ablagerungen am Fassmantel festgestellt. Zwei Fässer stehen nicht gerade im Lagergestell. Der Deckel eines Fasses ist nicht fest mit dem dafür vorgesehenen Spannring am Fass verbunden. Am Boden der Kaverne ist eine Folie ausgelegt, auf der geringe Feuchtigkeitsansammlungen zu erkennen sind. Deshalb hat Vattenfall ergänzend zur visuellen Inspektion eine Probe der Flüssigkeit vom Kavernenboden analysiert. Bei der zähfließenden und vollständig wasserlöslichen Flüssigkeit handelt es sich nach ersten Analysen um Verdampferkonzentrat. Diese Annahme ist noch durch weitere Proben und Analysen abzusichern. Die radiologische Messung der Probe vom Kavernenboden hat Mengen von Cäsium 137 ergeben. Die radiologische Messung beim Öffnen der Kaverne hatte keinen erhöhten Wert gezeigt. Die Raumluft in unmittelbarer Umgebung der Kavernen wird permanent überwacht, auch hier gibt es keine erhöhten Werte. Vattenfall hat ein neues Kamerasystem entwickelt, das den Vorteil bietet, dass detaillierte Inspektionen in den Kavernen stattfinden können ohne die Fässer bewegen zu müssen. Alle Erkenntnisse der Inspektionen fließen in ein umfassendes Konzept ein, um die Fässer aus den Kavernen zu entfernen und endlagergerecht zu verpacken, bis sie in das Bundesendlager Schacht Konrad transportiert werden können. Nach Abschluss der Inspektion in Kaverne 2 werden die restlichen Kavernen wie geplant in den nächsten Monaten inspiziert. Alle Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde und alle Arbeiten vor Ort werden von der Aufsichtsbehörde teilweise, vom Gutachter kontinuierlich begleitet.  Die Befunde an den Fässern in Kaverne 2 wurden der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde als vorläufiges Ereignis der Kategorie „N“ (Normalmeldung) gemeldet. Die Meldung erfolgte vorläufig, da weitere Befunde wie in Kaverne 2 in den noch nicht inspizierten Kavernen möglich sind. Die Meldung würde in diesem Fall mit den weiteren Befunden vervollständigt werden. Gemäß der internationalen Bewertungsskala (INES) wäre das Ereignis in die Stufe 0, d. h. unterhalb der sieben Stufen, einzuordnen. 2014_Vattenfall_KKB Kamerasystem

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Die vollständige Pressemitteilung vom 20.8.2014 finden Sie hier.

Kaverneninspektion in Brunsbüttel

11.8.2014

 *   Inspektion der Kaverne 5 beendet – Fässer mit radioaktivem Müll in gutem Zustand 

*   Inspektion von Kaverne 2 startet am Montag, den 11.08.2014

Am 11.08.2014 startet Vattenfall die Inspektion der Kaverne 2, die voraussichtlich rund 4 Wochen in Anspruch nehmen wird. In Kaverne 2 lagern insgesamt 118 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall. Die Abfälle stammen aus der Abwasseraufbereitung bzw. aus den Prozesskreisläufen des Kernkraftwerks. Dazu gehören Filterharze ebenso wie Verdampferkonzentrate. Filterharze dienen dazu, das Wasser in den Prozesskreisläufen so rein wie möglich zu halten, Verdampferkonzentrate sind getrocknete Rückstände aus der Abwasseraufbereitung. Die Inspektion der Kaverne 5 im Kernkraftwerk Brunsbüttel hat Vattenfall beendet und die Kaverne wieder verschlossen. „Wir haben festgestellt, dass die Kaverne und die Fässer insgesamt in einem guten Zustand sind. Dies ist umso erfreulicher, als die Fässer ja konzeptionell nicht für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen waren, sondern in einer Umverpackung zum Bundesendlager nach Schacht Konrad gebracht werden sollten“, betont Pieter Wasmuth, Geschäftsführer der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH. Schacht Konrad als bundesweites Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle sollte ursprünglich Mitte bis Ende der 90’er Jahre fertiggestellt werden. Nachdem es in der Vergangenheit mehrfach zu Verzögerungen kam, rechnet das Bundesumweltministerium aktuell mit einer Inbetriebnahme zwischen 2021 und 2025. Die Inspektion der Kaverne 5 hat ergeben, dass die Fässer in gutem Zustand sind. Einige Fässer weisen Lackschäden oder Verfärbungen am Rollreifen bzw. am Deckel- und/oder Bodenring auf. Neben den 27 Fässern wurden auch die Lagertraggestelle für Komponenten und das Bauwerk mit gutem Ergebnis überprüft. Vattenfall hat aus den Erfahrungen der Inspektion der ersten Kaverne ein weitergehendes Handhabungskonzept entwickelt, da nicht auszuschließen ist, dass bei den noch ausstehenden Inspektionen Rostbefunde festgestellt werden. Das Handhabungskonzept sieht vor, dass einige Fässer mit einer zusätzlichen Transportsicherung aus der Kaverne gehoben werden (siehe Grafik). Ein entsprechendes Konzept wurde der Aufsichtsbehörde vorgestellt. Die Erfahrungen aus den noch folgenden Inspektionen werden bei der weiteren Optimierung der Handhabung berücksichtigt. Geplant ist es, die Inspektion aller Kavernen in den nächsten Monaten abzuschließen. Der Inhalt der Fässer soll im Anschluss in Spezialbehälter, die für die Einlagerung in Schacht Konrad notwendig sind, konditioniert werden. Für diese endlagerfähigen Behälter ist eine Vielzahl von Zulassungen nötig, die derzeit noch nicht komplett vorliegen. Bis zum Abtransport nach Schacht Konrad bleiben diese Behälter in den Transportbereitstellungshallen des Kernkraftwerks. Alle Maßnahmen erfolgen nach vorheriger Abstimmung mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde. Geplantes Handhabungskonzept: Vattenfall_KKB-Handhabungskonzept

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Die vollständige Pressemitteilung vom 11.8.2014 finden Sie hier.

Vattenfall ordnet Kernkraftsparte neu

4.8.2014

Vattenfall hat beschlossen, seine Kernkraftsparte in Deutschland neu zu strukturieren und so seine Organisation an die Anforderungen der Stilllegungs- und Abbauprozesse im Bereich Kernkraft anzupassen. Die bisherigen Nuklearaktivitäten in den Organisationseinheiten Nuclear und Projects werden zu einer Einheit, der Project Organisation Nuclear, zusammengefasst. Damit sollen sämtliche Aktivitäten besser verzahnt, Prozessabläufe vereinfacht und so die Effizienz gesteigert werden. Neuer technischer Geschäftsführer der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH (VE-NE) wird Dr. Ingo Neuhaus, bisher Leiter der Rückbauplanung bei Vattenfall. Der bisherige technische VE-NE-Geschäftsführer Ernst Michael Züfle wird für den Leiter der Regionaleinheit Kontinentaleuropa/Großbritannien beratende Aufgaben wahrnehmen. Die kaufmännische Geschäftsführung der VE-NE wird künftig Dr. Axel Cunow übernehmen, sein Vorgänger Rainer Weiß widmet sich seinen Aufgaben als Leiter der Finance Services der Regionaleinheit Kontinentaleuropa/Großbritannien. Pieter Wasmuth bleibt VE-NE-Geschäftsführer für Kommunikation. Der Wechsel in der Geschäftsführung und die neue Organisationsstruktur gelten zum 01.08.2014. Die vollständige Pressemitteilung vom 01.8.2014 finden Sie hier.

Vattenfall im Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern

4.6.2014

Auf einer Informationsveranstaltung zum geplanten Bau eines Zwischenlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle am Standort Brunsbüttel stellten sich u.a. Pieter Wasmuth, Vattenfall Generalbevollmächtigter für Hamburg und Norddeutschland, Dr. Ingo Neuhaus, Vattenfall Direktor nuklearer Rückbau und Dr. Dr. Jan Backmann, Abteilungsleiter Reaktorsicherheit und Strahlenschutz des schleswig-holsteinischen Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume den Fragen zahlreicher interessierter Bürgerinnen und Bürger.

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Foto: Vattenfall Die im Rahmen der Veranstaltung im Elbeforum am 3.6. gezeigten Präsentationen finden Sie unter Downloads.

Energiewende konkret: Vattenfall lädt ein

20.5.2014

Informationsveranstaltung Rückbauplanungen Kernkraftwerk Brunsbüttel Dienstag, 3.6.2014, um 18.00 Uhr Elbeforum Brunsbüttel Vattenfall informiert erneut zu den aktuellen Planungen für die Stilllegung und den Rückbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel. Im Fokus soll diesmal das neu zu errichtende Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle stehen. Ihre Gesprächspartner von Vattenfall: Pieter Wasmuth, Generalbevollmächtigter für Hamburg und Norddeutschland Knut Frisch, Leiter des Standorts Brunsbüttel Dr. Ingo Neuhaus, Direktor nuklearer Rückbau Ihr Gesprächspartner des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein: Dr. Dr. Jan Backmann, Abteilungsleiter Reaktorsicherheit und Strahlenschutz Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen. Die Einladung zur Veranstaltung finden Sie auch hier zum Download.

Vattenfall beantragt Bau eines Abfallzwischenlagers

6.5.2014

Vor dem Hintergrund der erheblich verspäteten Inbetriebnahme des Endlagers Schacht Konrad hat Vattenfall bei der zuständigen Aufsichtsbehörde den Bau eines Abfallzwischenlagers auf dem Gelände des Kernkraftwerks Brunsbüttel (Foto) beantragt. Schacht Konrad als bundesweites Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle sollte ursprünglich bereits Mitte bis Ende der 90’er Jahre eröffnet werden. In der Vergangenheit kam es mehrfach zu Verzögerungen. Aktuell rechnet das Bundesumweltministerium mit einer Inbetriebnahme zwischen 2021 und 2025. Die vollständige Pressemitteilung vom 6.5.2014 finden Sie hier zum Download… Den Antrag selbst finden Sie in der Sektion Downloads.

Vattenfall zeigt Handhabungskonzept für korrodierte Fässer im Kernkraftwerk Brunsbüttel

19.02.2014

Vattenfall hat die visuelle Inspektion der Kaverne 4 im Kernkraftwerk Brunsbüttel abgeschlossen und gemeinsam mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde und den Gutachtern des TÜV Nord das weitere Vorgehen abgestimmt. Die Inspektion hat ergeben, dass 18 der insgesamt 70 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall Anzeichen von Korrosion aufweisen, die eine veränderte Handhabung der Fässer erforderlich machen (siehe Fotos und Illustration). Zwischen dem Zustand der Fässer und ihrem Alter ist keine Korrelation erkennbar. „Insgesamt liegt das Ergebnis im Rahmen unserer Erwartungen. Die Kavernen sind sicher, sie befinden sich im abgeschirmten Bereich des Kernkraftwerks. Es hat während der Inspektion keine Gesundheitsgefährdung – weder für das Personal noch für die Bevölkerung – gegeben. Die Messgeräte im Bereich der Kaverne 4 haben keine Auffälligkeiten gezeigt“, betont Pieter Wasmuth, Geschäftsführer Kommunikation der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH. Die vollständige Pressemitteilung vom 19.02.2014 finden Sie hier zum Download…

Vattenfall stellt Sicherheitsbericht für das Kernkraftwerk Brunsbüttel vor

30.10.2013

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Foto: Vattenfall Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Vattenfall am 30.10.2013 den aktuellen Sicherheitsbericht vorgestellt. In Kiel stellte sich in diesem Zusammenhang auch der schleswig-holsteinische Umweltminister Dr. Robert Habeck den Fragen der Presse. Selbstverständlich macht Vattenfall diesen Sicherheitsbericht auch der Öffentlichkeit zugänglich. Sie finden den Sicherheitsbericht in der Sektion Downloads.