Am 13.11.2017 waren 8 Damen und Herren des BUND, Kreisgruppe Steinburg, zu Gast im Kernkraftwerk Brunsbüttel. Mit dabei waren auch Vertreter einer Deponie in Schönwohld und aus Niedersachsen. Schwerpunktthema war der Umgang mit Abfällen, dem sogenannten Freigabeverfahren. Beeindruckt waren die Gäste, als die Freimessanlage live mit einem Düngersack (Blaukorn) konfrontiert wurde. Die Messergebnisse hatten die Freigabegrenzen deutlich überschritten, Abfälle aus dem KKB dürften so nicht freigegeben werden.

   

   

Es konnten alle Fragen beantwortet werden, und davon gab es sehr viele. Aktuell setzen sich gerade die Anlieger von Deponien mit dem Rückbau von Kernkraftwerken auseinander. Wie schnell wird der Abfall aus Kernkraftwerken in die Deponie eingebaut? Ist das Grundwasser gefährdet? Was ist mit dem LKW-Fahrer, der den Abfall anliefert? Wie groß muss der Abstand zu einer Deponie sein? Bis hin zur Frage, welche Nuklide berücksichtigt werden.
Die Fragen sind umfänglich, aber immer berechtigt. Das Gespräch, der Dialog, die Diskussion hilft zu verstehen. Es konnten nicht alle Bedenken ausgeräumt werden. Die Gruppe ist jedoch mit der Erkenntnis nach Hause gefahren, dass die Mannschaft im KKB sich sehr kritisch und verantwortlich mit der Behandlung von Abfällen auseinandersetzt.

Der Vorstand des BUND, Kreisgruppe Steinburg, bedankte sich sehr für die sehr interessante und ausführliche Information.